Professor Dr. Rainer Hauke, Pfarrer
Anschrift: Jakobikirchstr. 6 - D-10969 Berlin
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Die Predigt der Gospels

Liebe Gemeinde!
Die Predigt der Gospels: Wenige Worte genügen - und alles ist gesagt. Worte erklingen - und es ist wie bei Tönen einer bekannten Melodie: Einer stimmt sie an, die anderen stimmen ein - und alle wissen Bescheid. Kein Argumentieren, kein Reflektieren - das ist jetzt nicht dran. In den Gesängen sind die Gläubigen beieinander. Gospel - das ist die Sprache von Menschen, die wissen, was sie da singen; die wissen, was ihr Glaube glaubt. Wenige Wörter nur, doch voller Bedeutung und Sinn: "Move, spirit, move." Wiederholung muß sein, da capo, Zugabe: "Let your light shine on me."

Be-geisterung ist angesagt, nicht wohlgesetzte Rede. Selbst Gestammel genügte - was sonst wäre da noch zu sagen im Angesicht Gottes, des Geistes, vor seinem Kommen? Was - außer der Frage: "O Lord, what shall I do?"

Glaube als Hilferuf - keine Zeit für Erklärungen, Zeit zum Handeln: Zeit für Gottes Handeln. Konzentration und Vergewisserung - darauf, worauf es ankommt, was zählt, was im Leben trägt: der Glaube allein. Gott allein genügt, seine Gabe: Gib, soviel du kannst - aber: "You can't beat gods giving." - Lied -

Singen - rufen - predigen - beten: nicht kraft eigenen Entschlusses, sondern als Werk des Geistes Gottes. Er ruft - der Gläubige antwortet - in Seiner Kraft. Spontan. Er - die Seele unserer Gebete, die Kraft, die uns rufen läßt - rufen nach dem, was anders ist als wir selbst, nach dem anderen unserer selbst, nach dem Kommen Gottes - hinein in die Welt. Er - der Atem unserer Lieder.

"One way to heaven" - ein Weg nur: Christus, der Weg - nicht Irrweg noch Umweg. Dieser Weg ist auch das Ziel.

Darum die Bitte an den Vater: "Let your kingdom come", laß dein Reich, laß deinen Sohn kommen - und die Aufforderung an uns alle: "Praise his holy name."

Aber noch haben wir nicht abgehoben, noch sind wir am Boden. Doch von da aus können wir schon nach ihm rufen: "Freedom".
Amen.
 
 


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